Stadtgespräch
Wussten Sie, …
Von Caroline Mempör
…dass der Wiener Neustädter Christbaum heuer heller leuchten wird als je zuvor?
Die Stadt arbeitet nämlich seit mehreren Jahren daran, die Weihnachtsbeleuchtung auf LED-Technik umzustellen, um Energie zu sparen. Nachdem letztes Jahr schon alle anderen städtischen Christbäume eine neue Beleuchtung bekamen, ist heuer auch der Baum am Hauptplatz dran. Die neue Lichterkette strahlt mit 320 „Lichtpunkten“ – also Lampen, die viel heller sind als die alten. Außerdem erhofft man sich davon eine erhebliche Energie- und damit Geldersparnis. Immerhin brennen die Lampen im Winter vom späten Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden.
…warum der untere Teil des Christbaums nicht beleuchtet und geschmückt ist?
Der Grund dafür ist eher traurig und unweihnachtlich: Vandalismus. Erst ab einer Höhe, die man mit ausgestreckter Hand nicht mehr erreicht, werden Kugeln und Lichterketten aufgehängt, erklärt Martin Hesik von der KME, unter anderem für die Beleuchtung und den Baumschmuck zuständig. Immer wieder war in den letzten Jahren nach der Adventzeit fast der gesamte Schmuck aus dem unteren Bereich verschwunden. Aus dem gleichen Grund ist auch die Krippe unter dem Baum nicht traditionell mit Figuren von Maria und Josef, dem Esel und Ochsen sowie einem kleinen Jesukind ausgestattet: Es ist schwierig, so viele Figuren über Nacht sicher zu verstauen. „Das ist sehr schade“, sagt auch Hesik. Trotzdem bemüht man sich, die Szene möglichst festlich zu gestalten. Ein Engel mit vielen Geschenken und vor allem viel Licht spielen dabei die Hauptrolle, denn: „Advent lebt immer von Licht und Lichtgestaltung“, so Hesik. Eine Christbaumspitze gibt es aus statischen Gründen nicht. Hesik: „Der Baum lebt nur vom Lichterglanz.“
…dass der Christbaum am Hauptplatz (fast) immer gespendet wird?
Jedes Jahr bieten Gemeinden oder Private an, einen Baum für den Hauptplatz zur Verfügung zu stellen. Peter Wagenhofer und Hans Lechner, in der MA13 (Bauhof) für die Auswahl und das Aufstellen des Christbaums zuständig, suchen dann einen geeigneten Baum aus. Hoch genug muss er sein, gerade gewachsen, mit einem dichten Nadelkleid; nicht zu breit, aber auch nicht zu schmal. Ein prächtiger, festlicher Christbaum eben. Nur einmal musste bisher ein Baum aus dem Forst der Stadt Wiener Neustadt ausgesucht werden. Die Spendenangebote gingen aber mittlerweile leider wieder zurück, so Wagenhofer: „Wir freuen uns daher immer wieder über Baumspenden!“
…wie der Christbaum an seinen Platz kommt?
Wenn nicht, wie in den letzten Jahren, das Bundesheer einen Baum spendet und in die Stadt bringt, so holt die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt den Baum ab und bringt ihn an seinen Platz. Mit einem Kranwagen wird er aufgestellt und in seiner Verankerung befestigt. Diese wurde in den Neunziger-Jahren im Zuge der Umgestaltung des Hauptplatzes fix in den Boden eingelassen.
…woher der heurige Christbaum kommt?
Der Christbaum für den Wiener Neustädter Hauptplatz kommt heuer aus einer privaten Spende aus Walpersbach. Er ist eine 38 Jahre alte serbische Tanne. Am 19. November wurde sie aufgestellt, am Tag darauf geschmückt. Eine Woche danach erfolgte die offizielle erstmalige Beleuchtung zur Eröffnung des „Zauber im Advent“.



