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    Stadtgespräch

    handyparken, handyparken

    HANDY-PARKEN IN 2700 – JETZT TESTER WERDEN!

    Handy-Parken in Wien

    „Sie haben Ihr Ziel erreicht“, sagt die weibliche Stimme im Navi, die sich im Gegensatz zum Fahrer meist in jedem der 23 Gemeindebezirke auskennt. Nachdem dann in weiterer Folge endlich ein Parkplatz gefunden ist, sollte einem Strafzettel mittels Zahlung der Parkgebühren vorgebeugt werden. Parkautomat – Fehlanzeige! Ein Parkschein wäre toll, aber „woher nehmen, wenn nicht stehlen?“ Denn auch um ihn unrechtmäßig zu erstehen, müsste sich irgendwo eine Trafik befinden , die selbigen im Angebot hat, bzw. man müsste sie erst einmal finden. Der mittlerweile aufgrund seines nahenden Termins doch etwas gestresste Fahrer erinnert sich, dass in Wien von Handy-Parken die Rede war, doch das funktioniert nur, nach vorheriger Anmeldung via Internet. Hilft somit nicht in Akutfällen...

    Die Idee für Wiener Neustadt

    Dieses Wiener Szenario möchte jener Professor tunlichst vermeiden, der die Idee für das Handyparken in Wiener Neustadt hatte: Prof. (FH) DI Dr. Gerhard Pramhas MBA. Seines Zeichens Geschäftsführer der Fachhochschule Wiener Neustadt im Bereich Technik sowie der fotec GmbH. „Wir haben uns bei der Entwicklung unseres Systems die Umsetzung in Wien angesehen und halten diese für zu kompliziert und auch zu teuer“, so Gerhard Pramhas, der mit seinem IT Abteilungsleiter der fotec GmbH Michael Kollegger und der Mithilfe des Studierenden des FH Studiengangs Informatik Manuel Fasching, das Projekt nun eigenständig erarbeitet hat. Es stand ein eigens dafür eingerichtetes „Thinker’s Lab“ zur Verfügung, das mit Mitteln aus der fotec GmbH (Forschungstochter der FH, 2700 hat berichtet) ausgestattet wurde. Auch Frau Mag. Scharnhorst, Geschäftsführerin der Fachhochschule Wiener Neustadt, ist von dem Projekt begeistert: „Mit diesem Auftrag ist Wiener Neustadt auch ein aktiver Ausbildungspartner der FH und wir freuen uns, ein Forschungsergebnis der Stadt direkt zur Verfügung zu stellen.“

    Die Vorteile des Neustädter Systems

    Was macht nun das Neustädter Handy-Parken System so besonders? „Das System ist so niederschwellig und barrierefrei wie möglich. Wir haben uns entschieden, dieses System, wenn es sich als praxistauglich herausstellt, in Wiener Neustadt einzuführen“, so Stadträtin Ingrid Winkler über das Projekt, das seitens der Stadt von Beginn an unterstützt und gefördert wurde, und nun vor der Testphase steht. „Es gab schon längere Zeit Stimmen, in Wiener Neustadt ein Handy-Parken einzuführen. Wir haben aber immer gesagt, dass wir es erst dann implementieren, wenn erstens die Systeme benutzerfreundlich sind und Handy-Parken von den Menschen somit zweitens auch angenommen und akzeptiert wird. Dies ist aus unserer Sicht nun soweit. Durch die Kooperation mit der fotec GmbH haben wir auch noch den Zusatznutzen, dass ForscherInnen aus der Stadt durch das Projekt profitieren“, so Stadträtin Winkler abschließend über die tolle Zusammenarbeit mit der fotec GmbH.

    Und so funktioniert’s

    Handy-Parken in der Allzeit Getreuen ist zukünftig ganz einfach. In Verkaufsstellen wird einmalig ein Bon mit Parkguthaben gekauft. Mit einem SMS an die dort vermerkte Telefonnummer, wird das Guthaben auf das Handy geladen und steht somit für künftiges Parken zur Verfügung. Bei Bedarf schickt man einfach ein SMS mit der gewünschten Parkdauer an die Nummer und die Gebühr wird automatisch bezahlt. Vor Ablauf der bezahlten Parkzeit bekommt man ein Erinnerungs-SMS, ebenso bevor das Guthaben zu Ende ist. Durch dieses einfache System ist ein vorheriges Anmelden via Internet nicht nötig und jeder, der ein Handy besitzt kann vom Handy-Parken Gebrauch machen. Und auch für Parksheriffs ist die Kontrolle nicht mit zusätzlicher Arbeit verbunden, da sie bereits jetzt über internetfähige Geräte verfügen, die auch für das Handy-Parken genützt werden können. Für all jene ParkerInnen, die nicht auf das Handy-Parken System umsteigen möchten, bleiben die bewährten Parkscheine und Parkautomaten weiterhin in Betrieb.

    Der Testbetrieb kann beginnen!

    Nun ist das Projekt soweit entwickelt, dass es bereits im März von MitarbeiterInnen der IFP GmbH (zuständig für Parkraumbewirtschaftung, 2700 hat berichtet) getestet wurde. Jetzt wird der Kreis der Tester auf ca. 100 Personen erweitert. Machen auch Sie mit und bewerben Sie sich ganz einfach bei uns als Testimonial für das neue Handy-Parken.

    Schreiben Sie uns bis 15.4 warum gerade Sie Handy-Parken Tester werden möchten und von Anfang Mai bis Ende Juli gratis parken und Ihre Erfahrungen mit dem neuen System übermitteln möchten? Schicken Sie ein Mail mit Name, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer sowie Ihren Beweggründen an handyparken@dascitymagazin.at.

    Gestalten Sie dieses Service aktiv mit! Nach Ablauf der Testphase soll das System bereits Anfang September in den Vollbetrieb gehen und allen ParkerInnen in Wiener Neustadt zur Verfügung stehen.

    Rubrik Stadtgespräch | Ausgabe 04/11

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