Stadtgespräch
45 Jahre Stadtheim
Von Gudrun Blümel
Den Betrieb nahm das Stadtheim 1964 als Altenwohnheim auf. Doch schon 10 Jahre danach musste das Haus aufgrund der Nachfrage mit einem Zubau inklusive Pflegeabteilung erweitert werden. Es blieb aber nicht nur bei diesem Ausbau, so folgte die Vergrößerung des Speisesaals, die Eröffnung einer neuen Pflegeabteilung und auch der Gartenbereich erfreute sich einer Auffrischung. Gewachsen ist das Stadtheim aber noch weiter und bietet seinen Bewohnern unter anderen ein Klubcafé, einen Frisiersalon und ein Fußpflegestudio. Die Minigolfanlage und der parkartige Garten laden zum Verweilen im Grünen ein. Die Küche bietet wohlschmeckende, bodenständige Speisen und bei Bedarf Diätkost. Die hauseigene Wäscherei & Näherei trägt mit der Abholung und der schrankfertigen Zimmerzustellung der gereinigten Wäsche und Bekleidung zum persönlichen Wohlbefinden bei.
Auf Gewohnheiten und Bedürfnisse eingehen
Die Senioren können ihr Leben im Stadtheim selbständig führen und bewohnen ihr eigenes Zimmer. Bei Bedarf erfolgt im Wohnteil professionelle Pflege und Betreuung bis zur Pflegestufe 3. Für intensive Pflege bis zur Pflegestufe 7 ist die Pflegeabteilung zuständig. Um professionelle Pflege zu gewährleisten, wird die Pflege im Stadtheim nach den Modellen Nancy Roper’s – Lebensaktivitäten, Dorothea Orem – Selbstpflegeerfordernisse und der Speziellen validierende Pflege® nach Brigitte Scharb organisiert. Welches Modell zur Anwendung kommt, hängt Bedürfnissen des jeweiligen Kunden – als solche sehen die Mitarbeiter des Stadtheims die Bewohner – ab. Ein großes Augenmerk liegt darauf, vorhandene Fähigkeiten so lange als möglich zu erhalten. Bereits verschwundene Fertigkeiten beziehungsweise jene, von welchen man eigentlich dachte, sie seien wären nicht mehr vorhanden, sollen hingegen wieder zurückgeführt werden. Deshalb ist man auch bemüht, Selbstpflegeerfordernisse zu fördern.
Mit Ergotherapie Ressourcen wecken
Die Nutzung der Ressourcen sowie die Erarbeitung der Kompensationsmöglichkeiten werden mittels Ergotherapie erreicht. Einzeltherapie, die Selbsthilfetraining vor allem in den Bereichen Körperpflege und selbständigem Anziehen beinhaltet, gehört genauso dazu wie Hilfsmittelabklärung und ein funktionell-motorisches Training. In der Gruppe erfahren die Kunden Fingergymnastik mit Paraffinhandbad, Gedächtnistraining, nehmen an einer Spielrunde, handwerklichen Gruppe sowie einer Diskussions-, Validations-, Aktivierungs- und einer Kochgruppe teil, auch eine Kaffeehausjause wird inkludiert. Wichtig ist, in diesem Zuge auch soziale Kontakte zu knüpfen. Die Herstellung des Bezugs zum täglichen Leben und die Rücksichtnahme auf die Individualität und Geschichte jedes Einzelnen sind weiters von zentraler Bedeutung.
Abwechslungsreiches Programm
Ihre Freizeit können sich die Senioren abwechslungsreich gestalten, denn sie haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen. Saisonelle Veranstaltungen wie Weihnachtsfeierlichkeiten, Silvesterpartys, Muttertagsfeiern oder der Maskenbälle im Fasching kommen im Stadtheim nicht zu kurz. Ausflüge, Singrunden, Sitzgymnastik, der Besuch der Therapiehunde, die Bibliothek sowie unterschiedliche künstlerische Darbietungen runden das Angebot ab..







