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    Omas 1x1 gegen Grippe und Erkältungen

    Unsere Großmütter kennen sie noch – die guten alten Tipps und Tricks, die ihnen damals schon von ihren Großmüttern gezeigt wurden und die bei grippalen Infekten und Erkältungen wahre Wunder wirken. Alternative Heilmethoden kommen immer mehr in Mode und so hat auch die Schulmedizin traditionelle Methoden und Techniken für sich entdeckt. Zum Beispiel Wickel mit verschiedenen Heilsubstanzen oder die Hühnersuppe, sind mittlerweile gut etabliert.
    Warum Omas Heilmittelchen so gut wirken? Einige der Nahrungsmittel und Pflanzen, die unsere Urgroßmütter schon verwendeten, enthalten antibakterielle und antivirale Stoffe. Zwiebel, Essig oder Kartoffel sind somit nicht nur grundlegende Bestandteile der Küche, sondern wirken unter anderem als natürliche Arznei und unterstützen den Körper beim Kampf gegen den Infekt.

    Fieber, Schnupfen, Halsweh & Co.
    Die Begleiterscheinungen einer Grippe bzw. einer Erkältung sind meist dieselben: Fieber, Halsweh, Schnupfen und Gliederschmerzen.
    Im Durchschnitt erlebt der Mensch rund 200 grippale Infekte und Erkältungen in seinem Leben. Diese Symptome sind also jedermann bekannt und schlichtweg lästig. Nur verständlich, dass man sie so schnell wie möglich loswerden will und als erstes gleich einmal mit Schulmedizin entgegenwirken möchte. Dass jedes Symptom jedoch eine wichtige Rolle im Heilungsprozess des Körpers spielt, wissen die wenigsten. Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Symptome, wie wir sie lindern und unseren Körper dennoch auf seinem Weg zur Besserung unterstützen können.

    Fieber – der natürliche Viren- & Bakterienkiller
    Der Körper reagiert auf eine Infektion, indem die Immunabwehr den Stoffwechsel ankurbelt und so den Temperaturanstieg des Körpers auslöst. Fieber ist ein wichtiger Faktor für Heilung, denn viele Erreger werden bei über 38,5 Grad abgetötet Fieber sollte deshalb nicht unterdrückt werden, außer, wenn es zu hoch steigt.

    Heilmethode 1: Bettruhe & Tee
    Wer erhöhte Temperatur oder Fieber hat, bleibt am besten im Bett und trinkt viel Wasser und Tee. Der Körper muss geschont werden, um sich optimal auf die Selbstheilung zu konzentrieren.

    Heilmethode 2: Essigwickel
    Auch bekannt als Essigbatscherl leiten feuchte Wadenwickel durch Verdunstungskälte Hitze aus dem Körper ab und schaffen so einen Temperaturausgleich. Bei der Behandlung ist besonders wichtig, dass der ganze Körper einschließlich der Füße bei der Behandlung warm bleibt.

    So einfach geht’s: Mischen Sie kaltes Wasser
    und Obstessig zu gleichen Teilen. Geschirrtücher oder Socken darin tränken, auswringen und um die Waden wickeln bzw. die Socken anziehen und in ein Frotteehandtuch wickeln. Wechseln Sie die Socken/ Wickel bevor sie kalt werden und wiederholen Sie den Vorgang bis zu dreimal. Meist genügt das bereits um das Fieber zu senken.

    Heilmethode 3: Kalte Waschungen
    Eine ähnliche Wirkung haben kalte Waschungen. Durch diese Anwendung senken Sie ebenfalls die Körpertemperatur und fühlen sich anschließend frischer und munterer.

    So einfach geht’s: Tränken Sie ein Leinentuch oder ein dünnes Frotteetuch mit kaltem Wasser und wringen Sie es danach leicht aus. Mit schnellen Bewegungen waschen Sie nun Ihre Beine sowie den Unter- und Oberkörper ab, feuchten das Tuch dabei jedoch immer wieder neu an. Trocknen Sie sich anschließend nicht ab, sondern legen Sie sich gleich in ein dickes Handtuch gewickelt ins warme Bette zurück.

    Heilmethode 4: Schwitzkur mit Tee
    Lindenblüten- und Holunderblütentee sind die klassischen „Fiebertees“. Sie bringen den Körper dazu, eine Infektion über Nacht regelrecht auszuschwitzen.

    So einfach geht’s: Zwei Teelöffel der Blüten mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Trinken Sie den Tee kurz vor dem Einschlafen und genießen Sie so einen erholsamen Schlaf. Achten Sie darauf, dass Sie gut zugedeckt sind und einen warmen Schlafanzug tragen.

    Gliederschmerzen
    Schmerzende Muskeln und Gelenke sind häufiges Symptom einer heftigen Erkältung. Auslöser sind die Rhinoviren, die im Körper entzündliche Prozesse verursachen. Gegen Gliederschmerzen helfen sanfte Massagen und Bäder.

    Heilmethode 1: Erkältungsbäder
    Das Ziel hierbei ist es, die Durchblutung des Körpers zu fördern und die Gliederschmerzen zu lindern. Gönnen Sie sich ein Erkältungsbad mit einem Zusatz aus Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl und entspannen Sie sich und ihren Körper. Die ätherischen Öle lösen zusätzlich Sekrete in Nase und Bronchien.

    So einfach geht’s: Befüllen Sie die Badewanne mit 38 Grad warmem Wasser und legen Sie sich in etwa für zehn Minuten hinein. Wer Kreislaufbeschwerden hat, füllt die Wanne nur zur Hälfte. Da dabei die Körpertemperatur leicht erhöht wird, sollte man mit Fieber auf ein Bad verzichten, da es den Körper zu sehr belasten würde.

    Heilmethode 2: Heiße Hühnersuppe
    Die Inhaltsstoffe der Hühnersuppe wirken antibakteriell und hemmen Infekte der oberen Atemwege. Die heiße Suppe erhöht außerdem die Körpertemperatur und lindert Gliederschmerzen. Schnappen Sie sich ein altbewährtes Rezept Ihrer Oma, denn nur die selbstgekochte Hühnersuppe hilft wirklich.

    So einfach geht’s: Erhitzen Sie ein Suppenhuhn mit Suppengemüse, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren in Gemüsebrühe und lassen Sie es eineinhalb Stunden köcheln. Servieren Sie die Suppe mit abgekochten Nudeln und klein geschnittenem Hühnerfleisch. Essen Sie mindestens zwei Teller am Tag.

    Halsweh
    Die Kehle brennt, das Schlucken fällt schwer. Um Halsweh besonders schnell in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, den Hals warm zu halten und viel zu trinken.

    Heilmethode 1: Gurgeln
    Die ätherischen Öle in Salbei- und Kamillentee helfen gegen Entzündungen von Hals und Mandeln.

    So einfach geht’s: Zwei Teelöffel Salbeiblätter oder Kamillenblüten in einem halben Liter Wasser aufkochen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Gurgeln Sie mehrmals täglich mit der heißen Flüssigkeit fünf bis zehn Minuten intensiv und spucken Sie den Tee immer danach aus.

    Heilmethode 2: Topfenwickel
    Quark kühlt, wirkt abschwellend, lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen.

    So einfach geht’s: 500 Gramm Quark etwa einen halben Zentimeter dick auf ein dünnes Baumwolltuch streichen. Das Tuch zu einem Schal falten, so dass zwischen Hals und Quark nur eine Lage Stoff liegt. Den Wickel auf Körpertemperatur erwärmen, z. B. auf der Heizung, und um den Hals legen. Darüber kommt ein dickes Handtuch. Wickel so lange tragen, bis der Quark getrocknet ist.

    Heilmethode 3: Kartoffelwickel
    Die braunen Knollen speichern die Wärme und geben sie kontinuierlich ab. Wenden Sie den Wickel entweder als Hals- oder Brustwickel an.

    So einfach geht’s: Vier bis sechs mittelgroße Knollen weich kochen und auf die Mitte eines Geschirrtuchs geben, das Sie bereits mit einer Küchenrolle belegt haben. Für einen Brustwickel das Tuch so einschlagen, dass ein etwa 20 auf 20 Zentimeter großes Päckchen entsteht. Für einen Halswickel die Kartoffelmasse einrollen und die Kartoffeln vorsichtig zerdrücken. Legen Sie das Tuch auf die Brust oder binden Sie es um den Hals. Zum Schluss mit einem Schal fixieren und erst entfernen, wenn es nicht mehr warm ist.

    Husten
    Husten ist ein Reflex, mit dem der Organismus Fremdkörper oder Schleim aus den Atemwegen katapultiert. Meistens kommt es bei einer Erkältung zuerst zu einem trockenen Reizhusten. Erst danach kann man Bronchialsekret abhusten. Viel trinken lautet die Devise!

    Heilmethode 1: Kräutertee
    Kräutertees können einen Reizhusten dämpfen oder Schleim lösen.
    Gegen Reizhusten hilft z. B. eine Teemischung aus 25 Gramm Eibischwurzel mit 20 Gramm Isländisch Moos, je 20 Gramm Anis- und Fenchelfrüchten sowie 15 Gramm Lindenblüten.

    So einfach geht’s: Sechs Teelöffel der Kräutermixtur mit drei Tassen kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Drei Tassen pro Tag mit etwas Honig gesüßt trinken.

    Den Schleim fördern Sie hingegen mit einer Mischung aus gleichen Teilen Huflattich, Wollblume und Süßholz.

    So einfach geht’s: Pro Tasse einen Teelöffel der Mischung mit kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Trinken Sie auch hiervon drei Tassen täglich.
    Vorsicht: Abhusten fördernden und dämpfenden Tee nie durcheinander trinken!

    Heilmethode 2: Kartoffelwickel
    Heilmethode 3: Erkältungsbäder

    Schnupfen
    Die Nase läuft, juckt oder brennt – das sind oft die ersten Anzeichen eines Schnupfens. Häufiges Niesen und der spätere „Fließschnupfen“ sollen die Erreger wieder hinausschleudern.

    Heilmethode 1: Nasenspülungen
    Salzwasser lässt die Schleimhäute ebenso abschwellen wie Nasentropfen aus der Apotheke.

    So einfach geht’s: Eine Messerspitze Salz in 0,2 Liter warmem Wasser verrühren. Ein wenig Salzwasser in die hohle Hand gießen und durch das rechte Nasenloch einziehen. Kopf auf die rechte Seite neigen, damit das Wasser in die Nebenhöhle laufen kann. Danach die linke Seite behandeln. Wiederholen Sie die Anwendung mehrmals täglich.

    Heilmethode 2: Erkältungsbäder
    Heilmethode 3: Inhalieren
    Heilmethode 4: Heiße Hühnersuppe

    Wir wünschen gute Besserung!

    Rubrik Sport & Gesundheit | Ausgabe 11/11

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