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    Sport & Gesundheit

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    Heilkräuter

    Wundermittel aus der Natur

    Basilikum

    Das Basilikum gehört der Familie der Lippenblütler an. In unseren Breiten kommt es nur als Gartenpflanze vor und wird durch Samen vermehrt. Der Geruch des Basilikums ist intensiv würzig, sein Geschmack leicht pfeffrig. Im Basilikum, auch Königskraut genannt, können folgende Wirkstoffe geortet werden: ätherisches Öl, das Kampfer enthält, Cineol, Gerbstoffe, ein Glykosid und saures Saponin. Das hört sich zugegebenermaßen sehr wissenschaftlich an, was das aber für die Anwendung als Heilkraut bedeutet, erklären wir Ihnen jetzt. Alle, die Basilikum zur Verbesserung der Gesundheit ganz bewusst heranziehen möchten, tun dies bei Appetitlosigkeit, nervöser Unruhe und bei Schlafstörungen. Diese Heildroge hat auch eine krampflösende Eigenschaft und hilft dem Körper bei Blähungen und Verstopfung. Ein Tee mit Heißaufguss aus getrocknetem Basilikumkraut zubereitet, macht dem Organismus die heilende Wirkung der Pflanze am besten zugänglich. Man kann den Tee aber auch als Gurgeltee oder als Umschlag äußerlich anwenden. Was Sie vermutlich nicht wissen ist, dass Basilikum ein altes Hausmittel gegen verstopfte Nase und Schnupfen ist. Nehmen Sie getrocknete Basilikumblätter und zerreiben diese ganz fein. Danach wenden Sie die Substanz wie Schnupftabak und Ihre Nase wird frei. Trauen Sie sich – es funktioniert wirklich!

    Brennnessel

    Die Familie der Brennnesselgewächse zählt zur Gattung der Bedecktsamer (Magnoliaphyta). Die Vermehrung der Pflanze erfolgt größtenteils über Rhizome. Brennnesseln sind uns meistens in Form von Tee bekannt, aber es gibt noch weitere Anwendungsmöglichkeiten. Mit ihrer Heilwirkung wendet sich die Pflanze dem Blut zu. Sie unterstützt die Neubildung und reinigt es gleichzeitig. Die grüne Nessel entschlackt und entgiftet, fördert den Stoffwechsel und hilft bei Rheuma, Gicht und Hautkrankheiten. Auch bei Erkrankungen der Harnwege, bei Nierenentzündungen und Nierensteinen erweist sie sich als äußerst wertvoll. Wer die Brennnessel einmal nicht als Tee sondern als Beigabe zum normalen Speiseplan verwenden möchte, der liegt genau richtig. Dazu werden die Blätter klein geschnitten und kurz mit wenig kochendem Wasser abgebrüht. Hiermit werden dann z.B. Aufstrichbrote bestreut oder Suppen vor dem Servieren gewürzt. Ein besonders gesundes und schmackhaftes Gericht ist der Brennnessel-Spinat. Dieser wird wie der klassische Spinat mit frischen Blättern gemacht, die man mit Zwiebel, Knoblauch und Würze nach Geschmack kocht, danach passiert und mit Creme Fraiche oder Rahm verfeinert. Bei der Ernte der Brennnesseln vergessen Sie aber bitte nicht, Ihre Arme mit Handschuhen zu schützen, denn was im Inneren jede Menge Heilkraft verbirgt, hat außen fiese Brennhaare.

    Löwenzahn

    Der allseits bekannte Löwenzahn zählt zu den Korbblütlern. Er ist eine ausdauernde Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 15 und 30cm. Das genügsame Kraut, das auch Mönchsblume genannt wird, das vielerorts am Wegesrand zu finden ist, hat einiges zu bieten. Als Wirkstoff findet sich im Löwenzahn der Bitterstoff Taraxacin. Die Wurzel enthält Gerbstoffe, Kautschuk und Inulin. Selbst Vitamine finden sich in diesem Kraut. Wer diese Elemente dem Körper durch die Zubereitung eines Tees schonend zuführt, aktiviert die Gallentätigkeit und kann bei Rheumaschmerzen eine gewisse Linderung herbeiführen. Für die Verwendung in der Küche sticht man zarte Löwenzahn- Blattrosetten aus, deren Blüten sich noch nicht geöffnet haben, die sind nämlich weniger bitter. Diese mischt man zusammen mit Blättern und Blüten der Gänseblümchen, Veilchen und Schlüsselblumen und einer Sorte Blattsalat nach Wahl zu einem bunten Frühlingssalat zusammen – das tut nicht nur dem Auge, sondern auch Leber und Galle gut. Auch Löwenzahn-Gemüse ist schnell gemacht, indem man junge, gut gereinigte Blätter kurz überbrüht, gut abtropfen lässt, danach fein hackt oder passiert und mit Gemüsebrühe kurz aufkocht. Mit Vollkornmehl und etwas Obers oder heller Einbrenn binden und mit Kräutersalz und je nach Geschmack Knoblauch binden.

    Rubrik Sport & Gesundheit | Ausgabe 04/11

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