Sport & Gesundheit
Der Schmerz geht oft wundersame Wege ...
Die große Zahl an Operationen, die ständigen Verbesserungen der Materialien und Operationstechniken ließ die operative Orthopädie unglaubliche Möglichkeiten erschließen. Vergleichbare Entwicklungen gibt es erfreulicherweise auch in der konservativen Orthopädie. Gezielte Infiltrationen, physikalische Therapien, Chirotherapie, Behandlung mit Stützhilfen zur Entlastung schmerzhafter Gelenke bis hin zum Ersatz abgenützter Gelenke lassen unsere Lebensqualität bis ins hohe Alter immer besser werden. Schmerzen am Bewegungsapparat können einfach immer effizienter behandelt werden.
Störfelder als Schmerzverursacher
Der Einsatz verschiedener komplementärmedizinischer Methoden zusätzlich zur bewährten Schulmedizin – wie Akupunktur, Homöopathie, Osteopathie, Neuraltherapie, orthomolekulare Medizin oder Applied Kinesiology – erweitert die therapeutischen Erfolge bei therapieresistenten Schmerzen wesentlich. Können mechanische Ursachen und Tumore ausgeschlossen werden und lassen sich Schmerzen trotz intensiver Bemühungen nicht beheben, sollte man an Störfelder denken. Die häufigsten Störfelder, die leider meistens selbst nicht schmerzhaft sind, liegen im Kopfbereich - Mandeln, Mandelnarben, Nebenhöhlen und nicht zuletzt die Zähne.
„Spontanheiler“ Zahnarzt
Ein Arzt, der viele Spontanheilungen verursacht, ist der Zahnarzt. Das Ziehen von beherdeten Zähnen hat schon viele therapieresistente Schulter-, Nacken- und Kopfschmerzen behoben. Jeder Zahn ist auch mit dem Meridiansystem verknüpft und kann den entsprechenden Meridian schwächen. Ernesto Adler, ein berühmter spanischer Zahnarzt, konnte nachweisen, dass Zähne des Oberkiefers Auswirkungen auf den Bereich des 2. Halswirbels, Unterkieferzähne zu Entzündungen, Blockierungen und schmerzhaften Muskelverspannungen im Bereich des 3. Halswirbels führen. Die Infiltration an den Nerv des Zahns beweist im Zweifelsfall den Zusammenhang zwischen den orthopädischen Schmerzen und dem fraglich beherdeten Zahn, weil im positiven Fall der Schmerz am Bewegungsapparat schlagartig behoben wird. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, Mundhygiene, gewissenhaftes Zähneputzen und gesunde Ernährung schützen vor Entzündungen im Zahnbereich und tragen wesentlich zur Gesamtgesundheit, auch des Bewegungsapparats bei.
Orthopädische Beschwerden durch Zähneknirschen
Eine große Bedeutung für den Bewegungsapparat hat auch das Kiefergelenk. Bei Fehlbelastung kommt es zu Abnützungen des Knorpels und des Stoßdämpfers innerhalb des Gelenks. In der Folge kann es zu Kiefergelenksschmerzen, aber auch Kopf-, Nacken- oder Kreuzschmerzen kommen. Schon geringe Höhendifferenzen der Zähne können ausgeprägte orthopädische Beschwerden verursachen. Zähneknirschen während des Schlafs führt nicht nur zu Zerstörungen des Zahnschmelzes, sondern auch zu massiven Verspannungen und beeinträchtigt die Erholung während der Nacht. Bissschienen, Zahnhöhenkorrektur, Entspannung der Kaumuskulatur sind die wesentlichen Therapien. Jahrzehntelange Kopfschmerzen konnten auf diese Weise geheilt werden. Natürlich sind die Ursachen für Kopfschmerzen vielfältig, die Zahnstellung sollte aber immer mitbedacht und kontrolliert werden. Ihr Zahnarzt kann Sie diesbezüglich beraten.
Gesundheit geht über den Magen
Franz Xaver Mayr, unser österreichisches Aushängeschild auf dem Gebiet der Verdauung, zeigte eindrucksvoll, wie die Wirbelsäule von einer gut funktionierenden Verdauung abhängt. Es ist eine Freude mitzuerleben, wie entspannt und völlig schmerzfrei Patienten während und nach einer Mayr-Kur werden, wenn die Fehlverdauung die Ursache ihrer Beschwerden war. Eine gut funktionierende Verdauung ermöglicht auch eine optimale Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung, die unser Bewegungsapparat dringend benötigt. Daraus holen wir unsere Energie, um Leistungen zu erbringen. Franz Xaver Mayrs therapeutisches Konzept besteht aus Säuberung des Darms mittels Abführmittel, viel Flüssigkeit, Schonung des Magen-Darmtrakts durch „leicht verdauliche Kost“ und Schulung. Sein Credo: langsam essen und genießen. Erst 20 Minuten nach dem Essen trinken, um die Enzyme innerhalb des Speisebreis nicht zu verdünnen. Essen in behaglicher Umgebung ohne Zeitung, Fernsehen oder Radio. Auf diese Weise hat Franz Xaver Mayr eine sehr effektive, einfach durchführbare und kostengünstige Methode entwickelt, die über eine gut funktionierende Verdauung unseren Gelenken und Muskeln zugute kommt.
Wechselspiel Muskeln-Organe
Der amerikanische Osteopath George Goodheart konnte nachweisen, dass jeder Muskel einem bestimmten Organ zugeordnet werden kann. Im Falle des Kniegelenks entspricht die Vorderseite des Oberschenkels dem Dünndarm, die Hinterseite des Oberschenkels dem Dickdarm. Schwächen dieser Muskeln oder Verspannungen können durch unverträgliche Nahrungsmittel verursacht werden. Das sind häufig Milchprodukte, histaminreiche Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Paradeiser, Süßigkeiten, Weichkäse und Getreide, am häufigsten Weizen. Wer abklären möchte, ob Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei ihm eine Rolle spielen, kann für 2 bis 3 Tage eine Nulldiät einlegen. Bessern sich Beschwerden, ist die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeiten sehr groß und sollte exakt abgeklärt werden. Das Meiden unverträglicher Nahrungsmittel ist für betroffene Patienten notwendig, um wieder schmerzfrei zu werden. Zusätzlich kann die Verdauungsleistung durch Optimierung der Darmflora und gezieltes Zuführen von Nährstoffen und Vitaminen verbessert werden.
Sport baut Stresshormone ab
Regelmäßige Ausdauerbelastung und Gymnastik führen zu einer optimalen Versorgung des Blutes mit Sauerstoff. Wir können Säuren abatmen, ausschwitzen, unsere Immunabwehr stärken, den Lymphfluss fördern und das cranio-sacrale System aktivieren. Aufgestaute Stresshormone werden abgebaut, Knochen gestärkt und Blockierungen und Verspannungen gelöst. Ab 3 Belastungen auf die Woche verteilt lässt sich schon ein positiver Effekt des Trainings nachweisen. Ihr Hausarzt, Sportarzt oder Facharzt kann Sie bezüglich Intensität und Häufigkeit der sportlichen Aktivität sowie der Auswahl der geeigneten Sportart beraten. Hippokrates (460-370 vor Christus), der berühmte griechische Arzt hat schon empfohlen: „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.
Dr. Gerhard Friedl
Ordinationen: Schreyergasse 13, 2700 Wiener Neustadt und Markt 114A, 2880 Kirchberg am Wechsel
www.diepraxis.at






