Sport & Gesundheit
Das „Gold des kleinen Mannes“
Eine deutsche Biochemikerin Johanna Budwig leistete Ende der 1940er-Jahre Grundlagenforschung über die Wichtigkeit der ungesättigten Fette für die Gesundheit.
Sie konnte eine einfache Untersuchungstechnik entwickeln, mit der aus einem Tropfen Blut schnell und eindrucksvoll das Reaktionsverhalten bei Zugabe verschiedener Öle und Fette zu bestimmen ist.
Nein zu Margarine & H-Milch
Margarine und andere behandelte Öle ergaben äußerst negative Ergebnisse, Leinsamenöl dagegen zeigte eine eindrucksvolle therapeutische Qualität.
Ungesättigte Fettsäuren bilden zusammen mit verschiedenen Proteinen die entscheidenden Verbindungen der Zell- und Mitochondrienmembranen und sind nur in ungesättigtem Zustand in der Lage, die Stoffwechselvorgänge optimal ablaufen zu lassen. Ungesättigte Öle und Fette werden ab etwa 45 Grad Celsius zerstört, das bedeutet, dass man bei der Verwendung von pasteurisierter Milch oder H-Milch anstelle der in der Rohmilch vorkommenden ungesättigten Fettsäuren schädliche, weil biochemisch andersartige Fette zu sich nimmt. Man tauscht also für eine fraglich niedrigere Keimzahl die sichere Förderung degenerativer Stoffwechselvorgänge ein.
Essentielle Fettsäuren kann der Körper nicht selbst produzieren, deshalb müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen.
Vorsicht: Kaltgepresste Öle sollten Sie möglichst in dunklen Flaschen, gut gekühlt und gut verschlossen aufbewahren. Nach dem Öffnen möglichst bald verbrauchen.
In unterschiedlichen Geweben finden sich unterschiedliche Verhältnisse Omega 6:3: Gehirn: 1:1, Fettgewebe 5:1, Bindewebe 4:1.
Favorit Leinsamenöl
Leinsamenöl hat von allen Pflanzenölen den höchsten Anteil an Omega 3-Fettsäuren und kann daher Defizite ausgleichen. Weitere reiche Omega 3-Lebensmittel sind Fische und deren Öle. Fehlen die essentiellen Fettsäuren in der Nahrung, werden gesättigte Fette in die Zellwände eingelagert, wodurch diese an Geschmeidigkeit, Reaktionsbereitschaft und Funktionsfähigkeit verlieren.
Die Funktionen essentieller Fettsäuren im Körper:
- Sie steuern Lebensprozesse im Körper.
- Sie können Säuren-, aber auch Basenüberschuss abpuffern.
- Sie sind Bestandteile aller Membranen.
- Sie verkürzen die Muskelerholungszeit und erleichtern die Umwandlung von Lactat zu C02 + H20, was nicht nur für Sportler wichtig ist.
- Sie fördern die Fettverbrennung (Gewichtsreduktion).
- Sie fördern das Immunsystem, reduzieren eine mögliche Allergieentwicklung, Linolensäure hemmt Tumorwachstum, im Tierexperiment zeigen sich Effekte bei bakteriellen Infekten.
- Sie regen Oxidationsprozesse an, ziehen Sauerstoff an.
- Sie unterstützen die Entgiftung von vor allem fettlöslichen Toxinen.
Wichtige Co-Faktoren für die Funktion der essentiellen Fettsäuren sind: Vitamin B3, B6, C, E, Magnesium, Zink und viele mehr. Essentielle Fettsäuren können ihre für die Gesundheit wichtigen Aufgaben nur erfüllen, wenn diese Co-Faktoren ebenfalls vorhanden sind!
Folgen eines Mangels an essentiellen Fettsäuren können sein:
- Geschwächtes Immunsystem, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
- Gestörter Herzrhythmus
- Gestörte Sehkraft
- Gestörte Wundheilung
- Haarausfall
- Hoher Blutdruck
- Nierenschäden und Blut im Urin
- Reduktion der Funktionsfähigkeit der roten Blutkörperchen
- Trockene, schuppige Haut
- Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen
- Verminderte Leberfunktion
- Vermindertes Ganzkörperwachstum
und Entwicklung des Gehirns
- Verringerung der Lernfähigkeit, neurologische Störungen
Pflanzliche Fette sind schmerzlindernd
Wie die Nachkriegsgeneration mit Lebertran „zwangsbehandelt“ wurde – viele haben den Ölgeschmack nur ungern ertragen – erkennt man jetzt den Wert dieser wertvollen Öle. Derzeit wird schon Schwangeren empfohlen, essentielle Fettsäuren zu sich zu nehmen, um ihr Ungeborenes in der Hirn- und körperlichen Entwicklung zu fördern. Kinder mit Lernstörungen profitieren ebenso wie Patienten mit Muskelverspannungen, Gelenks- und Kreuzschmerzen von einer regelmäßigen Einnahme. Im Gegensatz zu den entzündungsfördernden tierischen Fetten sind die pflanzlichen ungesättigten Fettsäuren entzündungshemmend und greifen, wie Cortison, hemmend in die Entstehung von Prostaglandinen ein, die zu Schmerzen führen können.
Öle als fixe Bestandteile der Ernährung
Essentielle Fettsäuren, ob in Kapselform oder mit dem Löffel genossen, sind für unsere Gesundheit und Gesundung unumgänglich. Kaltgepresstes Leinsamenöl aus der Heimat ist zu erschwinglichen Preisen zu erwerben und erwarb sich dadurch den Beinamen: „Das Gold des kleinen Mannes“ – es sollte abwechselnd mit Lachsöl, Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl zu einem fixen Bestandteil unserer Ernährung gehören.
Aus biochemischer Sicht sind zur Korrektur bereits eingetretener Stoffwechselstörungen, von Gelenksentzündungen über Muskelschmerzen bis zu Krebs, „bio-logischerweise“ nötig:
Hochungesättigte Öle und Fette, am besten in Verbindung mit leicht verdaulichem Eiweiß: Leinsamenöl, Nachtkerzenöl, Lachsöl, Borretschöl, alle notwendigen Enzyme, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine (vor allem B-Vitamine), Licht und Sauerstoff in sinnvoller Dosierung, Antioxidantien zum Schutz besonders der Membranlipide.
Literatur:
- Burgersteins Handbuch Nährstoffe
- Werbach: Nutriologische Medizin
- Johanna Budwig: Öl-Eiweis-Kost,
- Johanna Budwig: Krebs –
Das Problem und die Lösung
- Wolfgang Gerz: Lehrbuch der
Applied Kinesiology
Dr. Gerhard Friedl
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