Motor & Technik
Wintercheck
Damit Ihrem Auto nicht kalt wird ...
Von Cornelia Fasching
Autofahrer sollten sich rechtzeitig auf den anstehenden Winter-Check fürs Fahrzeug einstellen. Manches Problem lässt sich nämlich vermeiden, wenn die Autos zeitig und besser auf den Winter vorbereitet werden. Zum Winter-Check gehört beispielsweise die Kontrolle der Batterie. Schlecht gewartete Batterien bringen weniger Leistung, benötigen aber im Winter gleichzeitig mehr Leistung. Deshalb machen sie schneller schlapp. Damit es nicht so weit kommt, sollten Sie rechtzeitig einen Blick auf die Batterie zu werfen. Dabei ist auf den Säurestand zu achten: Ist er zu niedrig, muss destilliertes Wasser nachgefüllt werden – auch bei so genannten wartungsfreien Batterien!
Ebenfalls kontrolliert gehört der Frostschutzgehalt im Kühlwasser und in der Scheibenwischanlage. Die Scheibenwischer gehören ebenfalls überprüft und abgenutzte Wischerblätter, die Schlieren ziehen, erneuert. Empfehlenswert ist weiters eine Reinigung der Innenscheiben, denn auf schmutzigen Scheiben schlägt sich feuchte Luft besonders gut nieder, wodurch es zu angelaufenen und sogar angefrorenen Innenscheiben kommen kann. Zuguterletzt ist auf den Luftdruck der Winterreifen zu achten. Er sollte 0,2 Bar über den für Sommerreifen empfohlenen Werten liegen.
Bequeme Winterchecks bei Autofahrerclubs
Unsere Autofahrerclubs bieten rasche und zuverlässige Winterchecks an, die Ihren Wagen im Handumdrehen wintertauglich und sicher machen.
Der ÖAMTC bietet den 20-Minuten-WinterFit-Check an: Dieser hilft Autofahrern, das Risiko einer Panne aufgrund von Temperatur- und Wetterverhältnissen zu vermindern. Der Check kann - gegen Voranmeldung - an allen ÖAMTC-Stützpunkten durchgeführt werden. Die Clubtechniker untersuchen alle relevanten Baugruppen und Fahrzeugteile auf ihre Wintertauglichkeit. Nach dem Check erhält man einen WinterFit-Pass, in dem gegebenenfalls alle Punkte vermerkt sind, die möglichst schnell in Ordnung gebracht werden sollten. Die Aktion läuft ab 1. Oktober 2009 über den ganzen Winter und ist für Clubmitglieder kostenlos.
In sämtlichen ARBÖ-Prüfzentren können österreichweit alle Verkehrsteilnehmer den kostenlosen„5-Punkte-Wintercheck“ durchführen lassen. Dieser Service ist auch für Nicht-Mitglieder gratis. Aus organisatorischen Gründen sollte man sich jedoch vorher in den ARBÖ-Prüfzentren anmelden.
WINTERLICHER TIPP:
Für den Fall der Fälle: Zusatzausrüstung im Kofferraum erweist sich oft als unentbehrlich. Gerade in bergigen Region können sich Schneeketten, ein Spaten, eine warme Decke oder ein Säckchen Split als große Hilfen erweisen.
Last, but not least: Winterreifen!
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Montage bis spätestens 1. November. Ihr Auto sollte die Winterreifen also schon oben haben!
Aber warum braucht Ihr Auto überhaupt Winterreifen? Winterreifen sind für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt. Sie verfügen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei niedrigen Temperaturen weniger verhärtet und damit eine bessere Verzahnung und Kraftübertragung mit dem Untergrund ermöglicht. Im Unterschied zu Sommerreifen sind sie nicht nur mit einem einfachen Profil, sondern zusätzlich mit Lamellen ausgestattet, die eine Verzahnung mit losem Untergrund, beispielsweise Schnee oder Matsch, ermöglichen. Lamellen sind kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzlich für Traktion (Kraftübertragung, Anm. d. Red.) sorgen.
Wem das regelmäßige Reifenwechseln zu mühsam ist, für den gibt es noch die Alternative von so genannten Ganzjahresreifen. Diese können sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt werden, kommen jedoch auf Schnee und Eis meist nicht an die Eigenschaften von Winterreifen heran und lassen im Sommer einen höheren Abrieb mit leicht erhöhtem Kraftstoffverbrauch erwarten. Also doch lieber umstecken ...




