Motor & Technik
„Oben ohne“ rund um 2700: Die besten Cabriostrecken der Umgebung
Wir haben uns also in unseren 20 Jahre alten Alfa Romeo Spider geschmissen und die Gegend für Sie erkundet. Um Ihnen die Wahl der Strecke zu erleichtern, haben wir unsere Lieblingrouten nach Zeiten kategorisiert. Die Straßen sind durchwegs befestigt, sie können also mit jedem Cabrio befahren werden.
Wenn Sie kein Cabrio besitzen, sei Ihnen versichert, dass die Strecken auch mit dem „Alltagsauto“ Spaß machen und sich die Ausflüge so und so lohnen. Schmeißen Sie den Picknick-Korb in den Kofferraum, packen Sie Ihre Liebsten ein und düsen Sie ab ins Freie! Wenn Sie die Lust auf „Oben ohne“ doch noch überkommt, bieten unsere Autohändler in 2700 auch tageweise oder über das Wochenende mietbare Cabrios an.
Von nun an geht’s bergauf:
Ein Kurztrip über den Kürassier
Reine Fahrzeit: zirka 45 Minuten für rund 35 Kilometer
Wer sich nur nach einer kleinen Ausfahrt sehnt, diese aber rein fahrtechnisch optimal auskosten möchte, ist mit dem Kürassier gut bedient. Der Neustädter Hausberg ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr, sondern schon eher ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt. Bereits Generationen von Fahranfängern haben ihre ersten gebirgigen Fahrversuche dort absolviert, die meisten Probefahrten mit dem Wunschauto enden am Kürassier und auch so manches Liebespaar hat es sich dort oben auf den Rücksitzen bequem gemacht. Ein Gemisch aus nostalgischen Gefühlen und absoluter Vorfreude machen sich schon am Weg nach Bad Fischau breit und wenn man dann den Wegweiser nach „Dreistetten“ erblickt, will man nur mehr eines – den Berg erklimmen. Serpentine um Serpentine nähern auch wir uns dem Gipfel des Vergnügens, der so genannten „Zweierwiese“, die wir nach rund 4 Kilometern erreichen. Dort ist wohl im Sommer der perfekte Platz für eine Rast oder ein kleines Picknick. Schön ist auch die Weiterfahrt zum Nachbarort Dreistetten, dem wir uns kurvig nähern. Auch danach geht’s kurvig weiter.
Wir fahren weiter, bis wir an die Kreuzung mit der B21 treffen. Um die stark befahrene Bundesstraße weitgehend zu meiden, empfiehlt sich die Heimreise über Markt Piesting, wo sich diverse Gastronomiebetriebe für einen Zwischenstopp anbieten. Danach geht’s weiter über Wöllersdorf nach Wiener Neustadt.
Bergpanoramas der Extraklasse:
Entlang der Hohen Wand bis zum Fuße des Schneebergs:
Reine Fahrzeit: zirka 1 Stunde, 45 Minuten für rund 80 Kilometer
Von Wiener Neustadt geht es los nach Bad Fischau, weiter nach Weikersdorf, wo wir im Ort rechts nach Winzendorf abbiegen. In Winzendorf angelangt, biegen wir nach 2,5 Kilometern in Richtung Stollhof ab und erreichen nach knapp einem weiteren Kilometer Gaaden. Dort halten wir uns links Richtung Naturpark. Wir fahren weiter nach Stollhof, wo wir uns dem Hohe Wand Massiv nähern. Wir passieren nicht die Mautstelle, sondern lassen diese rechts liegen und fahren weiter nach Maiersdorf und erreichen nach weiteren 1,5 Kilometern Zweiersdorf, wo sich der erste Zwischenstopp anbietet.
Zwischenstopp 1: Gastfreundschaft pur und die wahrscheinlich besten Fruchtsäfte weit und breit erfahren wir bei dem traditionsreichen Familienbetrieb und einer Verkostung können wir nicht widerstehen. (Weitere Infos unter www.mohr-sederl.com)
Gestärkt geht’s weiter auf einer malerischen Straße am Fuße der Hohen Wand entlang grüner Wiesen und Felder, durch verträumte Orte, wie Oberhöflein und Unterhöflein, weiter in Richtung Grünbach. Von dort sind es nur mehr rund 5,5 Kilometer bis Puchberg am Schneeberg.
Zwischenstopp 2: Wer Puchberg kennt, weiß, was dieser Ort zu bieten hat. In jedem Fall lohnt sich ein Spaziergang rund um den See und eine Besichtigung der bis über die Grenzen hinaus berühmten Zahnradbahn beziehungsweise ihres Nachfolgers, des Salamanders. Auch die Restaurants in Puchberg sind sehr zu empfehlen. (Weitere Infos unter www.puchberg.at)
In Puchberg zuerst Richtung Schneebergdörfl abbiegen und in Richtung Neunkirchen und B26 weiterfahren: Eine „Insiderstrecke“ ist dann der Weg über Stixenstein, das wir nach rund 10 Kilometern wunderschöner, wenig befahrener Strecke durchqueren. Danach folgt Sieding, wo wir im Ort Richtung Neunkirchen links abbiegen und kurz danach St. Johann erreichen. Als wir Ternitz erreichen, kommt uns die Strecke wieder bekannt vor. Nach Ternitz folgt Neunkirchen, wo sich wieder ein Zwischenstopp anbietet, wenn man Gusto auf ein leckeres Eis verspürt.
Zwischenstopp 3: Immer Richtung Hauptplatz fahrend und diesen links liegen lassend, kommen Sie direkt zur Eisdiele Harrer. Die Topfenknödel und der Kokosschmarrn sind unübertroffen!
Nun heißt’s, ab nach Hause – nicht aber etwa über die Neunkirchner Allee, sondern über Würflach, das wir nach zirka 7 Kilometern erreichen. Danach fahren wir weiter nach Willendorf und von dort über die B26 bis nach Wiener Neustadt.
Die „Maschek-Seite“ hat’s in sich:
Wir zäumen den Semmering von hinten auf.
Reine Fahrzeit: zirka 1 Stunde 15 Minuten für rund 55 Kilometer
Den Semmering kennt wohl jeder, doch die alternative Anreise dorthin ist doch etwas ganz Besonderes. Während sich früher die Blechlawinen Jahr ein, Jahr aus über die Passstraße wälzten, wählen nun die meisten Reisenden, die nicht gerade auf die Passhöhe wollen, den direkten Weg durch den Tunnel in die Steiermark. Doch das alles ist nichts gegen die Route, die wir wählen, um den Semmering zu erklimmen – die Adlitzgräben. Nun aber zurück zum Start.
Von Wiener Neustadt fahren wir nach Gloggnitz - um die Autobahn zu vermeiden über die Bundesstraße. So weit, so einfach.
Zwischenstopp 1: Wer schon jetzt Lust auf einen Zwischenstopp hat, dem sei die entzückende Altstadt von Gloggnitz ebenso empfohlen wie das berühmte Schloss Gloggnitz, das in jedem Fall einen Ausflug wert ist. Unser Tipp: Wer’s gerne süß mag, ist auf dem Gelände von Lindt & Sprüngli gut aufgehoben. Dort können Naschkatzen echte Schoko-Schnäppchen ergattern.
Danach geht’s weiter immer Richtung Schottwien, durch Weißenbach und Aue. Nach insgesamt zirka 3 Kilometern erreichen wir Schottwien. Dort biegen wir nach rund 200 Metern rechts in die Adlitzgräben ein, wo uns eine mehr als kurvige Strecke erwartet. Nach vielen mehr oder weniger engen Kurven und jeder Menge Fahrvergnügen erreichen wir Breitenstein und folgen dem Straßenverlauf weiter über 4 Kilometer in Richtung Semmering. Die scheinbar unberührte Landschaft, die Brücken der Semmeringbahn sowie hie und da verträumte Häuschen machen die Strecke einzigartig. Die Semmeringbahn und die umgebende Landschaft wurden zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Je näher wir uns der Gemeinde Semmering nähern, umso mehr nimmt uns das Flair des traditionsreichen Kurorts ein. Vor allem die Anfahrt über die „Maschek-Seite“ zeigt Reste vergangener Zeiten, die man sonst nirgends so eindrucksvoll zu Gesicht bekommt. Zur rechten passiert man das riesige Südbahnhotel, ein ehemaliges Grand Hotel, das nach der Fertigstellung der Semmeringbahn für die durch die nun leichte Erreichbarkeit aus Wien erwarteten Touristen konzipiert wurde. Als Hotel wird es nun schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt. Anders das berühmte Grand Hotel Panhans, das man an dieser Strecke ebenso passiert wie unzählige wunderschöne Villen, aufgelassene Geschäfte mit uralten Werbeaufschriften und moderne Neubauten – eine schräge, aber durchaus beeindruckende und einzigartige Mischung. Oben angelangt, fahren Sie immer Richtung Passhöhe und parken am besten bei der Gondelbahn.
Zwischenstopp 2: Erst mal auf dem Semmering angekommen, scheinen die Möglichkeiten unendlich. Wer gut zu Fuß ist, kann die Bergstation per pedes über einen der vielen Wanderwege erklimmen, allen anderen empfehlen wir die Fahrt mit der Gondelbahn. Das Liechtensteinhaus ist eine sympathische Hütte, direkt auf der Bergstation des Hirschenkogels, die auch im Sommer für kulinarische Köstlichkeiten steht.
Von der Bergstation aus begeben wir uns in Richtung Tal, aber nicht zu Fuß, sondern mit einem der Roller, die man im Bikepark Semmering ausleihen kann. Auch Downhill-Radfahrer haben auf der Strecke ins Tal jede Menge Spaß – das ist uns allerdings zu gefährlich. Für Freunde des Greens bietet der Golfclub Semmering – übrigens der älteste, noch in seiner Gründerform bestehende Club Österreichs – ein Spiel inmitten eines einzigartigen Bergpanoramas.
Zwischenstopp 3: Wenn Sie auf ein lukullisches Abendessen nicht verzichten wollen, sind Sie im Grand Hotel Panhans an der richtigen Adresse. Und wenn es Ihnen am Semmering besonders gut gefällt, hängen Sie doch gleich eine Nacht dran – die Zimmer des Hotels und vor allem das Frühstück am nächsten Morgen sind nicht zu verachten!
In diesem Sinne bis bald auf einer dieser Straßen,
das 2700 Cabrio-Team.






