Kultur & Freizeit
... and a happy NEW YEAR
SCHOTTLAND
Hogmanay heisst Silvester in Schottland. Dort gehen junge Männer kurz nach Mitternacht durch die Straßen und haben Whisky, Rosinenbrot und ein Stück Kohle im Gepäck. Steht ein solcher vor der Haustür, muss man den Herrn im Kilt unbedingt hereinbitten, den er soll Glück für das neue Jahr bringen!
BRASILIEN
In Brasilien feiert man in Weiß, der Farbe der Unschuld, der Reinheit und des Friedens. Weil Weiß gleichzeitig auch die Lieblingsfarbe der Meeresgöttin Yemanjá ist, die weibliche Fruchtbarkeit symbolisiert, wird sie zu Silvester besonders von den brasilianischen Frauen geehrt. Sie werfen deshalb Blumen ins Meer. Außerdem stecken sie Kerzen in den Sand des Strands: rote für Glück in der Liebe, weiße für den Frieden und gelbe für Geldsegen.
ARGENTINIEN
Wer in Argentinien ins neue Jahr geht, will mit dem alten abschließen. Um dieser Tatsache Symbolkraft zu verleihen, entledigen sich die Brasilianer aller Altlasten aus dem Vorjahr und zerschnipseln sämtliche Papiere die nicht mehr gebraucht werden. Diese wirft man dann feierlich aus dem Fenster!
SPANIEN
Wenn Sie zu Silvester in Spanien weilen, besuchen Sie doch einmal einen Supermarkt. Dort wird Ihnen auffallen, dass speziell um diese Zeit Päckchen mit nur 12 Weintrauben darin angeboten werden. Das liegt am Silvesterbrauch, bei dem man um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Traube verspeisen muss und sich dabei etwas wünschen darf.
ITALIEN
Zwei besonders Bräuche machen uns die Italiener vor. Einen, der für jedermann sichtbar ist, nämlich ein goldener Ring, der vor dem Anstoßen in die Gläser gelegt wird. Der andere bleibt dem/der Liebsten vorbehalten, denn im Stiefelstaat sieht man in der letzten Nacht des Jahres rot. Konkret: rote Unterwäsche, denn die soll Glück bringen.
ISRAEL
Damit das neue Jahr in jeder Hinsicht süß sein möge, serviert man in jüdischen Familien am Neujahrsabend süße Äpfel, Honig und Honigkuchen. Oft wird auch eine süße Speise aus Möhren gereicht. Die Wurzeln heißen auf jiddisch "Meren", ein Wort, dass auch "wachsen" oder "zunehmen" bedeutet. Weil nach jüdischer Auffassung Gott an diesem Tag sein Urteil über den Menschen in ein Buch einträgt, grüßt man sich mit dem Wunsch: "Du mögest für ein gutes Jahr eingeschrieben sein."
JAPAN
In Japan verzehrt man Mochis, Klöße aus gestampftem Klebereis. Die Japaner versprechen sich von dem Verzehr Glück und ein langes Leben - oft ist aber das Gegenteil der Fall. Denn jedes Jahr bleiben die klebrigen Dinger etlichen Japanern im Hals stecken. Und jedes Jahr erstickt der eine oder andere qualvoll daran. Die Feuerwehr wiederholt deshalb jährlich die Warnung, wie man sich im Mochi-Notfall verhalten solle.
CHINA
In China ist Silvester immer am Tag des ersten Vollmonds nach dem 21. Januar. Man putzt das Haus mit Bambuszweigen, die dann die bösen Geister vertreiben. Gleichzeitig werden von der Bettwäsche bis zur Kleidung alle Textilien erneuert. Man schmückt sein Haus mit roten Papierstreifen und goldenen Glückszeichen. Kurz vor Mitternacht werden dann alle Fenster geöffnet, um das neue Jahr ins Haus zu lassen. Kinder und Unverheiratete erhalten kleine Geldgeschenke, die in rote Tücher eingewickelt und mit Glückssymbolen versehen sind.
GRIECHENLAND
Die Griechen backen vor Silvester frisches Brot und mischen in den Teig eine Münze, bevor dieser in den Ofen kommt. Wer beim Verzehr die Münze in seiner Brotschreibe findet, dem winkt jede Menge Glück!



