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    Gourmet & Genuss

    grillen, grillen

    DAS GROSSE GRILL-EINMALEINS

    So grillen Sie richtig:

    Nichts unterstreicht den natürlichen Geschmack von Rindfleisch besser als das Barbecue. Egal, ob Sie in der Stimmung für ein simples Steak oder eine saftige Rippe sind, wir werden Ihnen alles darlegen, was Sie für Ihre Begierde nach gegrilltem Rindfleisch brauchen.
    Wählen Sie den Anschnitt, da das Fleisch durchwachsener ist. Dies sind die besten Stücke für Ihr Barbecue. Für ein zartes, saftiges Steak lassen Sie das Fleisch bei Zimmertemperatur 20 bis 30 Minuten ruhen und salzen es erst kurz vor dem Grillen. Nachdem Sie das Steak vom Grill genommen haben, lassen Sie es 5 bis10 Minuten ruhen, damit sich der Fleischsaft wieder ins Innere zurückzieht.
    Damit Sie die besten Barbecue-Streifen erzielen, pinseln oder besprühen Sie Ihr Steak, kurz bevor Sie es auf den Grillrost legen, mit Olivenöl erster Klasse. Weniger saftige Steaks, wie zum Beispiel Seitenstücke, sollten Sie vor dem Grillen marinieren. Damit das Fleisch zart wird, muss die Marinade eine säurehaltige­ Substanz – etwa Frucht- oder Gemüsesaft, Jog­hurt, Wein oder Essig – enthalten.
    Für den allerbesten Hamburger bringen Sie diesen nur leicht in Form. Drücken Sie ihn nicht mit einem Wender nach unten – er verliert dadurch nur seinen Fleischsaft.

    Lamm
    Lammfleisch ist perfekt dafür geeignet, um über einem­ offenen Barbecue zubereitet zu werden, da es von der intensiven Hitze der Flamme profitiert. Es ist von Natur aus fetthaltiger als andere Fleischsorten, das heißt, Sie müssen es ordentlich klopfen, bevor Sie es auf den Grill legen, um das Aufflammen zu minimieren.
    Wählen Sie Lammfleisch mit Knochen! Das Fleisch sollte eher leicht rot als leicht weiß sein.
    Gehacktes Lammfleisch wird – wie alle anderen gehackten Fleischsorten auch – mit einer Kerntemperatur von 70 °C (medium) gegrillt. Andere Steaks und Fleischstücke grillen Sie sicher, wenn die Kerntemperatur 60 °C (englisch) beträgt. Diese Art bevorzugen die meisten Partygäste.
    Wenn Sie Lammkarree grillen, umwickeln Sie die Knochenenden mit Alufolie, damit diese nicht verbrennen.

    Schweinefleisch
    Schweinefleisch kann gar nicht besser zubereitet werden als auf dem Grill. Unsere­ Tipps reichen von traditionellen bis zu abenteuerlichen Methoden. Probieren Sie doch am besten alle einmal aus!
    Die meisten Barbecue-Saucen enthalten Zucker, der sehr leicht verbrennt. Bepinseln Sie deshalb Ihre Spareribs nie vor den letzten 10 bis 20 Minuten der Grillzeit.
    Spareribs niemals vorkochen! Dadurch kochen­ Sie nur jegliches Aroma weg. Kochen Sie sie stattdessen niedrig und langsam bei indirekter Hitze.
    Koteletts eignen sich ab einer Stärke von 2,5 Zentimetern am besten zum Grillen. Für das bestschmeckendste Kotelett, bepinseln Sie die Stücke leicht mit Öl und braten Sie diese wie Steaks an. Grillen Sie bei indirekter mittlerer Hitze zu Ende.
    Filetstücke können sicher bei einer Kerntemperatur von 68 °C vom Grill genommen werden, wenn sie mit Alufolie bedeckt sind und 5 Minuten ruhen, bevor sie angeschnitten werden. Während dieser Zeit sollte die Kerntemperatur auf 71 °C ansteigen. Benutzen Sie ein Fleischthermometer, um in dieser Sache absolut sicher gehen zu können.

    Geflügel

    Aufgrund seiner Vielseitigkeit ist es kein Wunder, dass Geflügelfleisch der unbestreitbare König des Grillens ist. Von Hähnchenflügel über Hähnchenbrust bis hin zur ganzen Pute können Sie sicher sein, dass Sie ein tolles Gericht finden, womit Ihre Geschmacksknospen auf ihre Kosten kommen. Als allgemeine Regel gilt: Knochenlose, hautlose, halbe Hähnchenbrüste werden am besten bei direkter Hitze 8 bis12 Minuten gegrillt oder bis der Fleischsaft klar und das Fleisch nicht länger im Inne­ren rosa ist. Wenden Sie es ein Mal nach halber Grillzeit.
    Grillen Sie halbe Hähnchenbrüste mit Knochen bei indirekter Hitze 30 bis 40 Minu­ten lang. Dabei ist die Knochenseite unten. Wenn der Fleischsaft klar oder das Fleisch im Inneren nicht mehr rosa ist, ist es gar. Wenn Sie die Haut kross mögen, legen Sie während der letzten fünf Minuten die Hautseite der Brust über die direkte mittlere Hitze.
    Ganze Hähnchen oder Truthähne sind fertig gegrillt, wenn der Fleischsaft klar aussieht und die Kerntemperatur von 75 °C in der Brust und 80 °C in der dicksten Stelle des Flügels erreicht wird.
    Wenn Sie die Temperatur eines ganzen Geflügels prüfen, achten Sie darauf, dass das Thermometer niemals Knochen berührt. Diese können zu einem falschen Ergebnis führen.

    Fisch und Schalentiere
    Es gibt so viele Gründe, Fisch und Schalentiere zu grillen: fantastischer Geschmack, großartige Beschaffenheit. Darüber hinaus geht es schnell und ist einfach – wichtige Punkte an einem hektischen Tag!
    Fisch grillt sehr schnell auf dem Barbecue, weshalb Sie niemals weit von Ihrem Grill weggehen sollten.
    Bis Sie gourmetmäßig grillen, lassen Sie bei dünnen Filetstücken – wie zum Beispiel Schellfisch oder Flunder – die Aluminiumfolie weg. Statt die Filets in Folie einzupacken,­ wodurch sie nicht mehr vom direkten Kontakt mit dem Grill profitieren, bepinseln oder besprühen Sie die Filets mit Öl, damit sie nicht am Grillrost ankleben.
    Fisch ist perfekt gegrillt, wenn er durchwegs undurchsichtig ist. Führen Sie ein scharfes Messer zwischen die Lagen des Fischfleisches und wenden Sie dieses, um gut ins Innere sehen zu können. Wenn der Fisch im Inneren noch transparent aussieht, geben Sie ihm noch eine oder zwei weitere Minuten am Grill.

    Gemüse
    Grill und Garten bilden nicht unbedingt das Paar, das sich in den Köpfen der meisten Menschen befindet, aber wir sind stolz, ­Ihnen zu sagen, dass es keinen schmackhafteren Weg gibt, die fünf Mahlzeiten am Tag vom Grill zu nehmen.
    Möchten Sie dies bei Ihrer nächsten Grillparty ausprobieren? Servieren Sie gegrillten Spargel, das ist einfach und lecker!
    Die meisten Gemüsesorten grillen schnell, sodass Sie immer ein Auge auf sie haben sollten.

    Hülsenfrüchte
    Kolben oder Schoten werden in 3,8 Liter kaltes Wasser gegeben, das mit Zucker gesüßt ist. Weichen Sie diese eine Stunde ein, nehmen Sie sie aus dem Wasser heraus und lassen Sie sie gut abtropfen. Grillen Sie das Gemüse über direkter Hitze 25 bis 30 Minuten, wobei Sie es gelegentlich wenden sollten.

    Grilltipps fürs Saucen & Marinaden
    Nichts gibt Ihrem gegrillten Fleisch einen besseren Geschmack als Saucen oder Mari­naden. Die meisten Barbecue-Saucen enthalten jedoch Zucker, der sehr leicht verbrennt, weshalb Sie Ihr Grillgut nie vor den letzten 10 bis 20 Minuten der Grillzeit damit bestreichen sollten.
    Damit das Fleisch zarter wird, muss die Marinade, wie schon erwähnt, eine säure­haltige Substanz – wie zum Beispiel Frucht- oder Gemüsessaft, Jog­hurt, Wein oder Essig – enthalten.

    Desserts
    Da der Grill noch an ist, warum nicht einmal ein Dessert auflegen? Ja, das ist richtig, Sie können auch Desserts grillen!
    Bevor Sie mit dem Dessertgrillen beginnen,­ stellen Sie sicher, dass alle Grillreste abgebrannt sind. Dafür legen Sie mehr Briketts auf oder stellen den Brenner auf Hoch. Wenn die Reste verbrannt sind, bürsten Sie den Grillrost ab und arrangieren die Briketts oder den Brenner für direktes oder indirektes Grillen, wie im Rezept beschrieben.

    Pfirsichhälften, Bananen oder Ananas­spalten sind außerordentlich wohlschmeckend und lassen sich mit Vanilleeis dekorativ ser­vieren.

    Mit freundlicher Unterstützung von
    "Grillershop" | www.grillershop.at
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    Rubrik Gourmet & Genuss | Ausgabe 06/10

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