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    Die „Schulstadt“ Wiener Neustadt

    SCHULE DAMALS
    Die Grundsteine der „Schulstadt“ Wiener Neustadt wurden Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt. Damals entstand am Ring, der auf dem zugeschütteten­ einstigen Stadtgraben errichtet wurde, eine Reihe­ von Prunkbauten: Die Landes-Oberrealschule,­ die Lehrer­bildungsanstalt, das Gymnasium und die Doppel­volksschule am Baumkirchnerring sind neben­ dem Krankenhaus, Kreisgericht sowie der Evangelischen Kirche und dem Evangelischen Pfarrhaus würdige Zeugnisse dieser Wiener Neustädter Ringstraßen-Ära. In der Amtszeit des Bürgermeisters Josef Pöck von Frauenkirch (1874-1886) wurde der schulische Sektor weiter forciert: Weitere Schulen wurden errichtet, zum Beispiel die Landes-Ober­realschule und die Lehrerbildungsanstalt.

    Schulgründungen im 19. Jahrhundert
    Mit der Gründung einer Oberrealschule wurde 1863 vor allem der in Wiener Neustadt bestehenden großen Nachfrage nach technischen Fachkräften Rechnung getragen. Im Jahr 1872 kam es schließlich zur Errichtung einer Fachschule für Maschinenwesen. Gleichzeitig mit der „Maschinenbauschule“, wie sie im Laienjargon genannt wurde, war die Stadt Wiener Neustadt vom Niederösterreichischen Landtag 1872 auch zum Standort für eine Lehrerbildungsanstalt bestimmt worden. Das seit 1874 bestehende Landes-Proseminar wurde 1878 zu einem vollständigen Landes-Lehrerseminar erweitert. Zur Unterbringung dieser bedeutenden Schulgründungen entstanden in den Siebziger-Jahren des 19. Jahrhunderts repräsentative Bauten vor der westlichen Stadtmauer.

    Das 20. Jahrhundert
    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde am Babenbergerring ein von der Wiener Neustädter Sparkasse finanzierter Neubau für das bisher im Zisterzienserstift Neukloster untergebrachte Staatsgymnasium errichtet. Der ebenfalls immer größer werdende Bedarf an Schulraum in den Pflichtschulen konnte 1888/89 durch den Bau der Kaiser-Jubiläums-Volksschule am Baumkirchnerring sowie 1902 durch die Errichtung der Doppelvolksschule in der Josefstadt abgedeckt werden. 1904 eröffnete der in Metz beheimatete Schulorden der „Töchter der Kindheit Jesu und Maria“­ in der dafür adaptierten ehemaligen Kruppschen Löffelfabrik in der Wienervorstadt eine Nieder­lassung – das „Mädchenpensionat St. Christiana“ mit einer privaten Volks- und Bürgerschule.

    Berühmte Absolventen
    Aus Wiener Neustadts Schulen sind auch einige bekannte Persönlichkeiten hervorgegangen. Drei Absolventen wurden sogar weltberühmt: 1879 maturierte an der Landes-Oberrealschule in Wiener Neustadt Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie (gest. 1925 in Dornach). Der 1883 in Wiener Neustadt geborene Begründer der Zwölfton­musik Josef Matthias Hauer (gest. 1959 in Wien) sowie der Philosoph Ferdinand Ebner, ein Wegbereiter des Existentialismus (geb. in Wiener Neustadt 1882, gest. in Gablitz 1931) waren Absolventen der Wiener Neustädter Lehrerbildungsanstalt (damals „N.Ö. Landes-Lehrerseminar“).

    SCHULE HEUTE
    Mittlerweile zählt die „Schulstadt“ Wiener Neustadt 10 Volksschulen, 6 Hauptschulen, 5 Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS), 2 Berufsbildende Mittlere Schulen (BMS), 6 Berufsbildende Höhere Schulen (BHS) und 6 Fachschulen aus speziellen Bereichen beziehungsweise für Kinder mit speziellen Bedürfnissen. Unabhängig von den Grund- und Pflichtschulen gibt es in Wiener Neustadt noch die Musikschule und das Konservatorium Josef Matthias Hauer, eine Volkshochschule sowie eine Fachhochschule.

    Moderne Unterrichtsmethoden
    Dass sich im Laufe der Zeit allerlei geändert hat, ist selbstverständlich. Vor allem in den Unterrichts­methoden der Grundschulen wurden und werden zahlreiche neue Unterrichtskonzepte und fortschrittliche Lehrmethoden angewandt. Im Bereich der Fremdsprachenförderung sind Wiener Neustadts Grundschulen top: Englisch und Französisch werden als fixe Unterrichtseinheiten nicht nur gelehrt, sondern mit den Schülern spielerisch und kreativ erarbeitet. Bloßes Vokabeln-Pauken wird durch das Schüren der Kommunikationsfähigkeit und dem Vermitteln einer positiven Haltung gegenüber Fremdsprachen und fremden Kulturen ersetzt. Dies wird dadurch erreicht, dass sich der Fremdsprachen­unterricht an der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Schüler orientiert, wodurch die Fremdsprachen für die Schüler alltäglich und vertraut werden.

    Sprachförderung von klein auf
    So sind auch in der „Sprachenvolksschule – Bilingual Primary School“ in der Josefstadt vor allem die Förderung der Sprach- und Sozialkompetenz besondere Schwerpunkte. „Um unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, besondere­ Stärken im sprachlichen Bereich zu entwickeln, werden einige Stunden pro Woche in englischer Sprache angeboten“, so Direktorin Hermine Römer: „Um Abwechslung, Spaß und einen größtmöglichen Lerneffekt zu garantieren, ist dazu eine Native Speakerin zusätzlich zur Klassenlehrerin bei den Kindern. Dieses Teamteaching ermöglicht den jungen Menschen eine intensive Auseinandersetzung über die Sprache mit den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Pädagoginnen.“ Die Sprachenvolksschule Josefstadt wurde übrigens für das Projekt „Sprachen verbinden“ im Schuljahr 2009/10 vom Bundesminis­terium für Unterricht und Kunst mit dem Fairness Award ausgezeichnet. Mit dem Fairness Award 2010 werden­ Projekte, die sich nachhaltig für Partnerschaftlichkeit, Fairness und Respekt an Österreichs Schulen einsetzen, sowie Verhaltensvereinbarungen, die unter Mitwirkung der Schulpartner zur Verbesserung der Beziehungskultur zwischen allen Personen der Schulgemeinschaft entwickelt wurden, ausgezeichnet.

    Integration als Bildungsinitiative
    Mit den Fremdsprachen wird auch die Integration von Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, in Neustadts Grundschulen gefördert, so auch in der Otto-Glöckel-Volksschule. „Wir haben an unserer­ Schule einen hohen Anteil an Migrantenkindern, rund 40 Prozent. Dies bedeutet die Verwirklichung einer integrativen Schule für die besonderen Bedürfnisses dieser Kinder“, so Direktor Ernst Schlapsi: „Es handelt sich hier um ein an Themen und Lehrzielen orientiertes Sprachtraining, das in Kleingruppen im Ausmaß von zwei Wochenstunden abgehalten wird. Wir haben für türkische Kinder eine zweite Lehrerin türkischer Herkunft zur Verfügung, mit deren Hilfe der Klassenlehrer im Team arbeiten kann. Dies erleichtert den Kindern das Verstehen aktueller Unterrichtsinhalte. Für diese Schüler ist der Erwerb ihrer Muttersprache von größter Wichtigkeit für den Erwerb der Zweitsprache Deutsch.“

    Integration als Lehrprozess
    Integration wird auch an der Rudolf-Wehrl-Volksschule groß geschrieben. In dieser Neustädter Volksschule wird auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen besonders eingegangen. „Die Integration ist für die Rudolf-Wehrl-Schule eine große Herausforderung und ein besonderes Anliegen“, so Direktorin Elisa­beth Grafl: „Mittlerweile kann auf eine jahrelange­ Erfahrung und durchwegs positive Reaktionen in diesem Bereich zurückgeblickt werden. Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden in ihrer gewohnten Umgebung eingeschult und erhalten hier eine Ausbildung, die ihren Bedürfnissen entspricht. Gleichzeitig lernt das Kind, sich im normalen Alltag zurechtzufinden. Durch den Umgang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen lernen auch alle anderen Volksschülerinnen und -schüler, sich mit vielen verschiedenen Menschtypen auseinanderzusetzen. Den Kindern gelingt dies in bewundernswerter Selbstverständlichkeit, von der die Erwachsenen lernen können.“

    Begabtenförderung in den Grundschulen
    Neben der Integration zählt in Wiener Neustadts Volksschulen auch die Begabtenförderung zu den fixen­ Bestandteilen im Unterrichtskonzept. An der Privatvolksschule Sta. Christiana haben besonders begabte Kinder im Rahmen schulautonomer, 14-tägig stattfindender Begabungsgruppen die Möglichkeit, ihre Begabungen spielerisch weiterzuentwickeln. Im Gegensatz dazu werden auch verhaltensauffällige Kinder im Rahmen einer logopädischen Förderung unterstützt. „Eine Sprachheillehrerin bereut unsere Kinder an zwei Tagen jeweils eine Stunde“, so Volksschulleiterin Martina Leipelt: „Kinder, die sprachlich sehr auffällig sind, werden intensiv gefördert. Dyskalkulie (Entwicklungsverzögerung des mathematischen Denkens, Anm. d. Red.) und Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung, Anm. d. Red.) werden integrativ von den Klassenlehrer­innen berücksichtigt und gefördert.“

    Computerorientierter Unterricht
    Ein wesentlicher Bestandteil im Grundschul­unterricht ist auch der Computer. In der Volksschule­ Baumkirchnerring ermöglicht zum Beispiel der Internet-Anschluss in allen Klassen, den Unterricht noch offener, interessanter und motivierender zu gestalten. „Durch ihre Eigenaktivität werden die Kinder zu Selbstverantwortung und Gemeinschaftsgefühl er­zogen. Die Arbeit am Computer soll immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden“, so Schulleiterin Eva Maria Kofler. Auch in der Otto-Glöckel-Volksschule verfügt jedes Klassenzimmer über einen internet­fähigen PC. „Es geht darum, den Schülern Lernwelten zu eröffnen, in denen sie selbstständig und eigen­verantwortlich entdecken und experimentieren können“, so Direktor Ernst Schlapsi: „Ein zeitgemäßer Unterricht ist ganzheitlich und handlungsorientiert strukturiert und soll entdeckendes Lernen ermöglichen. Multimedia und Internet sind Hilfsmittel zur Unterstützung des Lernens, der Lehrer übernimmt lediglich die Rolle des Organisators.“

    Fremdsprachen in den Hauptschulen
    In Neustadts Hauptschulen wird das Fremdsprachen­training noch weiter forciert, so zum Beispiel in der bilingualen Hauptschule in der Primelgasse, wo die Unterrichtssprache Englisch ist. Weiters­ wird nach dem Lehrplan der AHS unter­richtet. „In allen Klassen­ der Bilingualen Schule wird der Schulversuch ,Englisch als Arbeitssprache geführt“, so Schulleiter Michael Dollischal: „Englisch wird in allen Gegenständen als Arbeitssprache eingesetzt, anfangs in einzelnen Abschnitten bis hin zur ganzen Stunde. Das Ziel dieses Schulversuches ist, den Schülern den selbstverständlichen Umgang mit der Fremdsprache Englisch mit dem zusätzlichen Einsatz der Native Speaker zu ermöglichen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Abgesehen von einer wirklich tollen Sprachenausbildung, besuchen viele Absolventen eine weiterführende Höhere Schule und machen Matura. Eine neue bilinguale Hauptschule, die Dr. Hertha-Firnberg-Hauptschule, wurde pünktlich vor Schulbeginn eröffnet und bietet Platz für rund 300 Schülerinnen und Schüler.

    Die Klippert-Pilotschulen
    Wiener Neustadt verfügt jedoch über eine große Anzahl weiterer spezieller Hauptschulen, wie zum Beispiel die Wirtschaftshauptschule (HS West). Diese­ Schule ist eine Klippert-Pilotschule, das bedeutet, dass eigenständiges, selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen, teamorientiertes Arbeiten sowie die Schulung von Konfliktfähigkeit, Methoden-, Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz im Vordergrund stehen. Projektorientiertes Lernen sowie das „Lernen durch Tun“ im Rahmen von Schülerversuchen nehmen in der Wirtschaftshauptschule einen wichtigen Stellenwert ein. Weiters wird ein schülerinternes Coaching-System mit dem Motto „Schüler helfen Schülern“ angewandt. Leistungsschwächere erhalten von begabteren Kindern Hilfe und besprechen untereinander Lerntipps. Auch die professionelle Präsentation der eigenen Person durch freies Sprechen wird in der Wirtschaftshauptschule forciert. Eine selbständige Erarbeitung des Lehrstoffs sowie Gruppen- und Partnerarbeit sind an dieser Schule weitere wichtige Schlagworte.

    Eine weitere Klippert-Pilotschule ist die Sporthauptschule Dr. Fred Sinowatz. Diese Schule sichert durch ihre fachliche, sachliche und methodische Kompetenz und den Einsatz hochqualifizierter Bewegungs- und Sporterzieher eine vielfältige, allgemeinsportliche, altersgerechte Ausbildung der Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Niveaus, die den individuellen Begabungen angepasst ist. Somit ermöglicht sie die frühzeitige Erkennung von Talenten,­ ihre Heranführung zum Leistungs- und Spitzensport und ihre Integration in geeignete Fachvereine. Die Sporthauptschule Wiener Neustadt ist auf die Sportarten Fußball, Leicht­athletik, Ballsport (insbes. Volley­ball und Handball) und Moderner Fünfkampf ­spezialisiert.

    Kunst und Lebensorientierung
    Eine Förderung der musischen Begabung steht in der Musikhauptschule (HS Burgplatz) im Vordergrund. Unterrichtsschwerpunkte sind Chorgesang und Stimmbildung, Instrumentalunterricht in den verschiedensten Instrumenten sowie rhythmische Schulung durch Bewegung und Tanz.  Als „lebens­orientierte Schule zur Interessensfindung und Förde­rung der individuellen Fähigkeiten“ bezeichnet sich die Privathauptschule Sta. Christiana in Wiener Neustadt. „Die allgemeinen Ziele unserer Schule sind die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem, kritischem Denken sowie die Förderung der sozialen und religiösen Integrationsfähigkeit“, so Dr. Josef Pauschenwein, Schulleiter HS und PTS: „Die Schüler sollen ein Klima der gegenseitigen Achtung und Aufmerksamkeit kennen und schätzen lernen.“ Spezielle Zielsetzungen der Schule sind die Vertiefung eines Basiswissens durch Kernstoffe und Kultur­techniken, das Lernen lernen unter der Prämisse „Handlungswissen geht vor Faktenwissen“ sowie lebensnahe Lernsituationen im Projektunterricht als eine Vorbereitung auf das Berufsleben.

    Akademische Vorausbildung
    In den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) erfolgt die Spezialisierung in eher akademischer Richtung. Am Bundesgymnasium Babenbergerring können Schüler zwischen 3 Schultypen, nämlich dem Humanistischen Gymnasium (Altgriechisch als 3. Fremdsprache ab der 5. Klasse), dem Neusprachlichen Gymnasium (Französisch als 3. Fremdsprache ab der 5. Klasse) und dem Informatikgymnasium (keine weitere Fremdsprache, statt dessen Informatik von der 5. bis zur 8. Klasse und Präsentationstechnik und Projektmanagement (PTPM) in der 5. Klasse), wählen. Ebenso umfasst das BG Zehnergasse neben einem Gymnasium ein Sportrealgymnasium und ein Wirtschaftskundliches Gymnasium.

    Kompetenz & Wettbewerbsfähigkeit
    Am Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) Wiener Neustadt steht der ganzheitliche und fächerübergreifende Unterricht im Mittelpunkt. Ursprünglich gegründet als Ausbildungsstätte für Pädagogen, wandelte es sich im Lauf der Zeit zu einem Ober­stufenrealgymnasium, welches vor allem Schüler­innen und Schülern der Hauptschulen des Umlandes die Möglichkeit zur Ablegung der Reifeprüfung bieten soll. Gleichzeitig bietet es jedoch durch ein großes Angebot an Schwerpunkten besonders interessierten Schülerinnen und Schülern eine gezielte und ihren Fähigkeiten entsprechende Bildung und Ausbildung. Sprach-, Rede- und musikalische Wettbewerbe, Musikwochen, sportartenspezifische Camps sowie Schulsport- und Sprachwochen bereichern den Unterricht im BORG. Die mathematisch-technische und die naturwissenschaftlich-ökologische Ebene bilden im BRG Gröhrmühlgasse die Ausbildungsschwerpunkte. Dabei werden der Sprachkompetenz, Persönlichkeitsbildung, dem Know-how Informatik & Internet, der Praxisorientierung, Vernetzung und Qualitätssicherung im Hinblick auf die Zukunft Rechnung getragen.

    Matura beim Militär
    Ein spezielles Gymnasium ist das Militärrealgymnasium (MilRG) Wiener Neustadt. Dieses ist mit einem militärisch geführten Internat verbunden. Die Bewerber müssen gewissen Anforderungskriterien (in sportlicher, medizinischer und schulischer Hinsicht) entsprechen. Die Auswahl der Zöglinge erfolgt durch eine Kommission. Das Schulbataillon ist ein Teil der Theresianischen Militärakademie. „Nirgendwo sonst durchdringen einander der schulische und der mili­tärische Bereich so intensiv wie hier“, so Direktor Mag. Manfred Schwanzer: „Den Schülern wird daher das Bundesheer als wesentlicher Teil der umfassenden Landesverteidigung nicht nur durch Informa­tion, sondern auch durch persönliches Erleben nahegebracht.“ Absolventen des Militärrealgymnasiums verrichten auf allen Ebenen des Bundesheeres ihren Dienst bis hinauf zum Abteilungsleiter, Militärattaché und Militärkommandanten. Sogar Adjutanten des Bundesministers und des Bundespräsidenten waren und sind ehemalige Angehörige des Schulbataillons.

    Großes Angebot bei Berufsbildenden Schulen
    In der Gruppe der Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen findet sich in Wiener Neustadt ebenfalls ein breit gefächertes Angebotsspektrum. Neben einer Handelsakademie (HAK) und Handelsschule (HAS), einer Höheren technischen Lehranstalt (HTL) und einer Höheren technischen Bundeslehr- und -versuchsanstalt (HLA), die übrigens mit der Entwicklung einer Euro-Briefmarke im vergangenen­ Schuljahr einen Wettbewerb der Post gewonnen hat, verfügt Wiener Neustadt zusätzlich über eine Berufs­schule für kaufmännische Lehrlinge­ sowie eine Städti­sche Höhere Lehranstalt für Mode & Bekleidungstechnik (HLM) und eine Städtische Bildungs­anstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP). Weiters gibt es in Wiener Neustadt ein Sonder­pädagogisches Zentrum (ASO), eine Waldschule, eine Heilstättenschule, eine Krankenpflegeschule, eine Werkmeister­schule und eine Fachschule für Sozial­berufe der Caritas. Diese umfasst 3 Schul­typen: die 3-jährige Fachschule für Sozialberufe (Ausbildung Kinder­betreuung, Ordinationshilfe) und die 2-jährige Schule für Sozialdienste. In der Erwachsenenaus­bildung stehen eine Schule für Sozialbetreuungsberufe und ein Abendlehrgang für Heimhilfe zur Verfügung.

    Die Qual der Wahl?
    Angesichts der großen Auswahl an Schulen in Wiener Neustadt ist die Entscheidung schwer, die richtige Wahl aber einfach: In Wiener Neustadt gibt es nur erstklassige Schulen mit tollen Konzepten – eine falsche Wahl ist daher ausgeschlossen. Auf der anderen Seite können Schüler und Schülerinnen immens von diesem großen Bildungsangebot unserer Stadt profitieren, wenn sie die ihrer Begabung entsprechende Schule wählen. Und diese zu finden, ist in Wiener Neustadt auch nicht schwer. In diesem Sinne wünscht das Team von 2700 allen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern ein erfolgreiches und lehrreiches Schuljahr 2010/11 in Wiener Neustadt!

    Wiener Neustadts Schulen im Überblick:

    Volksschulen: VS Baumkirchnerring • VS Ungarviertel
    • Otto-Glöckel-Volksschule • Rudolf-Wehrl-Volksschule •
    Privatvolksschule
    Sta. Christiana • Musikvolksschule • Pestalozzi-
    Volksschule Nord (First Bilingual) und Süd • Hans Barwitzius-
    Volksschule • Sprachenvolksschule Josefstadt (Bilingual
    Primary School) • VS Ungarviertel

    Hauptschulen: Europahauptschule • Sporthauptschule Dr.
    Fred Sinowatz • Musikhauptschule (HS Burgplatz) • Wirtschaftshauptschule
    (HS West) • Privathauptschule Sta. Christiana • Bilinguale
    Hauptschule Primelgasse • Bilinguale Hauptschule Dr.
    Hertha Firnberg

    Allgemeinbildende Höhere Schulen: Bundesoberstufenrealgymnasium
    (BORG) • MilRG • BG Babenbergerring • BRG
    Gröhrmühlgasse • BG und BRG Zehnergasse
    Berufsbildende Mittlere Schulen: Berufsschule für kaufmännische
    Lehrlinge • HAS

    Berufsbildende Höhere Schulen: HLA • HTL • HAK • Höhere
    technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HLA) • Städtische
    Höhere Lehranstalt für Mode & Bekleidungstechnik (HLM)
    • Städtische Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP)

    Sonstige Schulen: Polytechnische Schule • Private Polytechnische
    Schule Sta. Christiana • ASO/Sonderpädagogisches Zentrum
    • Waldschule • Heilstättenschule • Krankenpflegeschule •
    Werkmeisterschule • Fachschule für Sozialberufe (Caritas)

    Quellen: Schulen Wiener Neustadt, Stadtmuseum
     

    Rubrik Stadtgespräch | Ausgabe 1009

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